Neu im Kino

Die Blutgräfin – Kritik

Ö, L 2026. Regie: Ulrike Ottinger. Mit: Isabelle Huppert, Lars Eidinger
Start:

Ulrike Ottingers langjähriges Herzensprojekt Die Blutgräfin ist ein zwangloser Filmexzess und eine komplexe Tiefenbohrung in die todessehnsüchtige Geschichte Wiens. Kritik 

Glaube – Kritik

E, F 2025. Regie: Alauda Ruiz de Azúa. Mit: Blanca Soroa, Patricia López Arnaiz
Start:

Eine 17-Jährige möchte ins Kloster, für ihre Familie ist das schwer zu begreifen: Unvoreingenommen erzählt Glaube von unterschiedlichen Vorstellungen eines erfüllten Lebens. Der Verklärung nähert sich der Film dabei zugleich mit Scheu und Faszination. Kritik 

Liebhaberinnen – Kritik

L, D 2026. Regie: Caroline Kox. Mit: Johanna Wokalek, Victoria Trauttmansdorff
Start:

In Koxis Liebhaberinnen sprechen und performen die Schauspieler*innen Elfriede Jelineks gleichnamigen Text. Es geht um alternde Körper und was es bedeutet, den eigenen Leib ein Leben lang vermarkten zu müssen. Kritik 

Der perfekte Urlaub – Kritik

D 2026. Regie: Bora Dagtekin. Mit: Karoline Herfurth, Jella Haase
Start:

Bora Dagtekins Der perfekte Urlaub widmet sich – wie schon der Vorgänger Das perfekte Geheimnis – dem Beziehungschaos neurotischer Großstadtmenschen, diesmal auf Malle. Der Schwung der Gossip-Komödie wird dabei immer wieder ausgebremst vom Hang der Figuren zu biederem Gelaber. Kritik 

London – Kritik

Ö 2026. Regie: Sebastian Brameshuber. Mit: Bobby Sommer
Start:

Ein Mann nimmt Beifahrer mit, um Benzingeld zu sparen: Berückend simpel konstruiert Sebastian Brameshubers Film London eine Situation für Begegnungen und Gespräche, in der zwar nichts endgültig geklärt, aber alles verhandelt werden kann. Kritik 

Sacrifice – Kritik

GB, GR, CY, USA, F, IT, AUS 2025. Regie: Romain Gavras. Mit: Chris Evans, Anya Taylor-Joy
Start:

Romain Gavras Reichen-Satire Sacrifice macht sich mit großem Material- und Staraufgebot über liberale Eliten lustig. Für die Reichen, die aktuell tatsächlich am Drücker sind, interessiert sie sich leider nicht. Kritik 

Hope – Kritik

ROK 2026. Regie: Na Hong-jin. Mit: Hwang Jung-min, Zo In-sung
Start:

Trottelcop & Butt-kicking Babe gegen CGI-Aliens: In Hope, dem teuersten koreanischen Film aller Zeiten, greift der bislang für seine düsteren Filme bekannte Na Hong-jin tief in die Popcornkinotüte und steuert 160 Minuten lang auf ein polarisierendes Finale zu. Kritik 

The Social Reckoning – Kritik

USA 2026. Regie: Aaron Sorkin. Mit: Betty Gilpin, Jeremy Strong
Start:

Knallhart präsentiert sich in Aaron Sorkins Facebook-Abrechnung The Social Reckoning die postfaktische Gesellschaft. Der Film möchte Mark Zuckerberg und dem Meta-Konzern weh tun, fühlt sich aber vor allem ziemlich irrelevant an. Vielleicht liegt eben darin seine Stärke. Kritik 

Camouflage – Kritik

D, UA 2026. Regie: Mykyta Gibalenko. Mit: Arthur Aliiev, Alina Danko
Start:

Der russische Überfall auf seine Heimat stürzt auch einen jungen, in Deutschland lebenden Ukrainer in eine existenzielle Krise. Mit produktiver Unruhe erkundet Mykyta Gibalenkos Camouflage die leisen Spannungen zwischen denen, die gehen wollten, und denen, die gehen mussten. Kritik 

Digger – Kritik

USA, GB, MEX 2026. Regie: Alejandro G. Iñárritu. Mit: Tom Cruise, Jesse Plemons
Start:

Durch Erdölbohrungen löst sich eine gigantische Eisscholle und droht, Europa platt zu machen. Schuld daran: US-Milliardär und dekadenter Unsympath Digger Rockwell. Tom Cruise gibt im Fatsuit zwar sein Bestes, doch Regisseur Alejandro G. Iñárritus Panoptikum der Niedertracht bleibt eine spaßbefreite und selbstgenügsame Anstrengung. Kritik 

Naza – Kritik

GB, USA 2026. Regie: Yuval Abraham, Rachel Szor. Mit: Yuval Abraham
Start:

Nachts auf Tel Aviver Dächern stellen Yuval Abraham und Rachel Szor Mitgliedern des israelischen Militärs nüchterne Verständnisfragen über ihre Einsätze in Gaza. Die Diskrepanz der Antworten zu den Alltagsszenen in den Fenstern der umliegenden hochmodernen Stadt ist in NAZA schwer zu ertragen. Kritik 

Frau Winkler verlässt das Haus – Kritik

D 2026. Regie: Doris Dörrie. Mit: Angela Winkler, Laura Tonke
Start:

Warum wir leben, warum wir leiden: Wenn wir es doch nur wüssten! Tschechows Geist schwebt in Doris Dörries Komödie Frau Winkler verlässt das Haus, in der Angela Winkler als grumpy old lady einen empathischen Pflegedienstroboter bekommt. Es geht ums Alter und ums Sterben. Aber es ist nicht ernst. Kritik 

Watching People Watching Birds – Kritik

D 2026. Regie: Ulrike Franke, Michael Loeken. Mit: Patrick Kretz
Start:

Die leidenschaftlichen Vogelbeobachter*innen in der Doku Watching People Watching Birds faszinieren durch ihre von gesteigerter Aufmerksamkeit geleitete Lebensweise. Sie pusten auf daunenbedeckte Bäuche, freuen sich über die erste Großmöwe aus Litauen, und Star-Literat Jonathan Franzen sagt wohlklingend Geistreiches über die demütige Kalifornische Grundammer. Kritik