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Alle neuen Artikel

Von Schönheit erschlagen: Filmfest Hamburg 2026

Christliche Echos in einem Bordell und eine Pilgerreise zu Death-Metal-Klängen: Die Filme des diesjährigen Filmfests Hamburg hatten die angenehme Bereitschaft, ihre Erzählung links liegen zu lassen, wenn es stattdessen Bilder zu entdecken gibt.  Special 

Buddy – Kritik

Slash Filmfestival: Das orangene Einhorn Buddy tanzt nicht nur gerne, sondern terrorisiert auch Kinder, die nicht folgsam sind. Casper Kellys surreale Horrorkomödie dekonstruiert 90er-Jahre-Kindershows und ist zugleich ideenfreudiger Slasher und unterkomplexe Mediensatire. Filmkritik 

Carrie – Kritik

Viel Empathie für viele, neue Resonanzräume und jede Menge Zen-Blau: Mike Flannagans Serienremake des Horrorklassikers Carrie verpasst dem katholischen Inferno des Originals ein protestantisch-gewissenhaftes Update. Filmkritik 

Im Kern albern – Alfred Vohrer Retrospektive

Das Filmhaus Nürnberg zeigt ab dem 7.10. eine umfangreiche Alfred-Vohrer-Retrospektive. Als ein zentraler Regisseur des Unterhaltungskinos seiner Zeit hat er Krimis, Meldodramen, Komödien und vieles mehr gedreht, alle seiner Filme brechen dabei lustvoll mit Genrekonventionen. In den Kanon des Aufbruchskinos der 1960er und 1970er hat er es gleichwohl bislang nicht geschafft. Special 

Camouflage – Kritik

Der russische Überfall auf seine Heimat stürzt auch einen jungen, in Deutschland lebenden Ukrainer in eine existenzielle Krise. Mit produktiver Unruhe erkundet Mykyta Gibalenkos Camouflage die leisen Spannungen zwischen denen, die gehen wollten, und denen, die gehen mussten. Filmkritik 

Naza – Kritik

Nachts auf Tel Aviver Dächern stellen Yuval Abraham und Rachel Szor Mitgliedern des israelischen Militärs nüchterne Verständnisfragen über ihre Einsätze in Gaza. Die Diskrepanz der Antworten zu den Alltagsszenen in den Fenstern der umliegenden hochmodernen Stadt ist in NAZA schwer zu ertragen. Filmkritik 

A Woman's Torment – Kritik

Leg dich nicht mit Karen an! Roberta Findlays A Woman’s Torment funktioniert als stupider Sexstreifen genauso gut wie als experimenteller Horrorfilm. Mit psychotischer Energie durchkreuzt der Film die Pornoroutine und entfaltet so seine emanzipative Kraft. Sehen kann man ihn gerade auf dem Wiener Slash Filmfestival, oder bei Mubi streamen.  Filmkritik 

Digger – Kritik

Durch Erdölbohrungen löst sich eine gigantische Eisscholle und droht, Europa platt zu machen. Schuld daran: US-Milliardär und dekadenter Unsympath Digger Rockwell. Tom Cruise gibt im Fatsuit zwar sein Bestes, doch Regisseur Alejandro G. Iñárritus Panoptikum der Niedertracht bleibt eine spaßbefreite und selbstgenügsame Anstrengung. Filmkritik 

Frau Winkler verlässt das Haus – Kritik

Warum wir leben, warum wir leiden: Wenn wir es doch nur wüssten! Tschechows Geist schwebt in Doris Dörries Komödie Frau Winkler verlässt das Haus, in der Angela Winkler als grumpy old lady einen empathischen Pflegedienstroboter bekommt. Es geht ums Alter und ums Sterben. Aber es ist nicht ernst. Filmkritik 

Watching People Watching Birds – Kritik

Die leidenschaftlichen Vogelbeobachter*innen in der Doku Watching People Watching Birds faszinieren durch ihre von gesteigerter Aufmerksamkeit geleitete Lebensweise. Sie pusten auf daunenbedeckte Bäuche, freuen sich über die erste Großmöwe aus Litauen, und Star-Literat Jonathan Franzen sagt wohlklingend Geistreiches über die demütige Kalifornische Grundammer. Filmkritik 

Primetime – Kritik

To Catch a Predator hieß ein in den Nuller Jahren sehr erfolgreiches Format des US-Fernsehsenders NBC, dem es um die inszenierte Zurschaustellung potentieller Sexualstraftäter ging. Lance Oppenheims Primetime schildert diese Show und ihre Umstände als Fiebertraum einer korrupten, implodierenden Welt. Filmkritik 

Hope – Kritik

Trottelcop & Butt-kicking Babe gegen CGI-Aliens: In Hope, dem teuersten koreanischen Film aller Zeiten, greift der bislang für seine düsteren Filme bekannte Na Hong-jin tief in die Popcornkinotüte und steuert 160 Minuten lang auf ein polarisierendes Finale zu. Filmkritik 

Maspalomas – Kritik

Der siebzigjährige Vicente genießt sein schwules Leben auf Gran Canaria. Bis er sich nach einem Schlaganfall den Wunden der Vergangenheit stellen und erneut um seine Freiheit kämpfen muss. Ruhig und einfühlsam erzählt Maspalomas von queerem Altern und der zerstörerischen Beharrlichkeit des Schweigens. Filmkritik 

Morgen war Krieg – Kritik

Fahnenflüchtig in einem autoritären Deutschland nach der „Zeitenwende“: Nicolas Ehrets Langfilmdebüt Morgen war Krieg will ein Kommentar zur gegenwärtigen Aufrüstungsdebatte sein und bedient sich dafür aus dem Standard-Baukasten des dystopischen Kinos. Filmkritik 

Das geträumte Abenteuer – Kritik

Nicht ist zu lose, aber auch nichts zu Ende erklärt: Rund um zwei nicht mehr ganz junge Heimkehrer im bulgarischen Svilengrad deutet Das geträumte Abenteuer einen Mafia-Plot an. Dabei geht Regisseurin Valeska Grisebach, für die Ort und Laiendarsteller bestimmend für die Geschichte sind, mit der Behutsamkeit einer Archäologin vor. Filmkritik