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Alle neuen Artikel

Morgen war Krieg – Kritik

Fahnenflüchtig in einem autoritären Deutschland nach der „Zeitenwende“: Nicolas Ehrets Langfilmdebüt Morgen war Krieg will ein Kommentar zur gegenwärtigen Aufrüstungsdebatte sein und bedient sich dafür aus dem Standard-Baukasten des dystopischen Kinos. Filmkritik 

Das geträumte Abenteuer – Kritik

Nicht ist zu lose, aber auch nichts zu Ende erklärt: Rund um zwei nicht mehr ganz junge Heimkehrer im bulgarischen Svilengrad deutet Das geträumte Abenteuer einen Mafia-Plot an. Dabei geht Regisseurin Valeska Grisebach, für die Ort und Laiendarsteller bestimmend für die Geschichte sind, mit der Behutsamkeit einer Archäologin vor. Filmkritik 

Geister, Gore und Grindhouse – Tipps fürs Slash Filmfestival

Ab Mittwoch sucht das Wiener Slash Filmfestival wieder nach dem Schönen im Schiachen: Blutige Leichenberge treffen auf den Horror moderner Arbeitswelten, ein queerer Animationsfilm überschlägt sich vor anarchischen Gags. Und die Retrospektive begibt sich in die abgeranzten Gefilde des Grindhouse-Kinos. Special 

Highway to Hofburg – Kritik

2022 kandidierte der Musiker Dominik Wlazny für das Amt des Bundespräsidenten von Österreich. Mit Witz und Sympathie folgt der Dokumentarfilm Highway to Hofburg ihm bei seinem Wahlkampf und hinterfragt dabei auch die Rolle des Außenseiters als politischem Hoffnungsträger. Filmkritik 

Von Scham und Geld – Kritik

Leere, Stillstand, vielleicht auch Sehnsucht: In Visar Morinas Sozialdrama Von Scham und Geld über eine Familie im Kosovo treffen dörfliche Werte auf die kapitalistische Moderne. Plötzlich muss der Protagonist feststellen, dass es in der Stadt etwas ganz anderes bedeutet, „ein guter Mann" zu sein. Filmkritik 

Radikal in seiner Unreinheit – Regisseur Yasuzo Masumura

Yasuzo Masumura verkörpert das japanische Kino wie kaum ein anderer: Er bewegte sich zwischen Neuer Welle und populären Studiofilmen, zwischen europäischen Einflüssen und kritischer Distanz zur westlichen Konsumkultur. Ein angemessen episches Porträt über einen Regisseur, der in keinerlei Schema passt. Special 

Resident Evil – Kritik

In ständiger Schockstarre: Zach Creggers Reboot der Resident Evil-Reihe bietet alles von stimmungsvoller Suspense bis zum gorigen Körpermatschfest. Das nackte Grauen opfert der Film dabei immer wieder seinem Hang zur guten Laune. Filmkritik 

Gentle Monster – Kritik

Eine perfekte Bobo-Existenz wird von Missbrauchsvorwürfen erschüttert: Marie Kreutzers Gentle Monster erzählt eindringlich vom Schaudern, wenn ein geliebter Mensch plötzlich fremd und bedrohlich wird, verheddert sich dann aber in einem Dickicht aus Diskursen und Nebenfiguren. Filmkritik 

Die drei Gesichter einer Frau – Kritik

Prinzessin Soraya, in den 50er Jahren Ehefrau des Schahs von Persien, war Staatsrepräsentantin mit Bescheidenheit und Eleganz. Im Omnibusfilm Drei Gesichter einer Frau erprobt sich die Kinoliebhaberin als Schauspielerin. Gelungen ist vor allem Michelangelo Antonionis Episode, in der die Berühmtheit wie ein wunderlicher Käfer seziert wird. Filmkritik 

„Vielleicht möchte sie einfach, dass alles verschwindet“

In Gentle Monster wird eine Ehefrau und Mutter mit einer existenzerschütternden Enthüllung konfrontiert. Wir trafen die österreichische Regisseurin Marie Kreutzer für ein Gespräch über die Macht des Verdrängens, Intuition beim Casting, die heikle Set-Arbeit mit Kindern sowie die Erfahrung, Missbrauch im eigenen Umfeld zu entdecken.  Interview 

Coyote vs. Acme – Kritik

Ewig erfolglos jagt Wile E. Coyote den listigen Roadrunner, jetzt ist er des Scheiterns müde und zieht vor Gericht: Coyote vs. Acme stürzt sich mit Herzblut in die absurde Energie der Looney-Tunes-Welt, sehnt sich aber dann doch nach einem versöhnlichen Ende.  Filmkritik 

The Image – Kritik

Kino-Tipp: Radley Metzgers Kino ist von einer eleganten Dekadenz geprägt, die keinen Raum für ökonomische und weltliche Probleme lässt. Im üppig eingerichteten Townhouse des berüchtigten Trump-Anwalts Roy Cohn drehte Metzger mit The Image einen SM-Porno um Dominanz und Unterwerfung. Schöner wurde Urinieren selten inszeniert. Filmkritik 

So ist das unter den Bubblemenschen – Notizen aus Venedig (4)

Eine Parabel über Hybris, die kein Ende nimmt: Einige Jahre lang hatte man nichts mehr gehört von Ilya Khrzhanovskiys megalomanischen, umstrittenen Multifilmwerk. Jetzt läuft im Venedig-Wettbewerb doch wieder ein neuer DAU-Film. Außerdem: Sergei Loznitsas Imperium wird seinen Festivalweg machen – warum auch immer. Special 

Corruption – Kritik

Kino-Tipp: Es klingt nach einem sexy Neo-Noir der 1980er: Geschäftsmänner in Anzügen (Golden-Age-Star Jamie Gillis!) tun zwielichtige Dinge. Aber da sind auch Themen aus Richard Wagners "Rheingold". Und seine kryptischen Dialoge, elliptischen Szenenfolgen und extremen Farbkontraste machen Roger Watkins‘ enigmatischen Kultporno Corruption fast zu einem David-Lynch-Film. Filmkritik